Mittagsmeditation

Nimm Dir jeden Tag um 12:00 Mittags 5 Minuten Zeit; atme Glück ein und atme Leid aus; wo immer Du bist.

Du kannst dabei sitzen, stehen oder gehen. Das ist egal. Konzentriere Dich einfach auf diese Atemtechnik. Zur Hilfe bei der Visualisierung kannst Du den Begriff Glück mit goldenem Licht beim Einatmen und den des Leides mit schwarzem Rauch beim Ausatmen verbinden.

Hintergrund dieser Meditation ist das aus dem tibetischen Buddhismus stammende Tonglen, die Meditation des Gebens und Nehmens als eine der kraftvollen Grundlagenmeditationen.

In der oben beschriebenen Weise hilft man sich selbst, Störgefühle ab- und Glück aufzubauen. In der Version für in der Übung fortgeschrittene Menschen mit einem Überschuss an Kraft wird die Reihenfolge einfach umgekehrt; das heißt: Das Leid anderer wird mit dem Einatmen aufgenommen, in goldenes Licht umgewandelt und als Glück mit dem Ausatmen abgegeben. Diese erweiterte Art der Meditation als Übung des Mitgefühls für andere sollte jedoch wirklich nur praktiziert werden, wenn Du im Moment der Übung nicht durch eigene Störgefühle belastet bist, da es nicht sinnvoll ist, dem eigenen Leid noch das anderer hinzuzufügen. In diesem Fall wende einfach die zuerst beschriebene Form an und atme Dein Leid aus und Glück ein.

Nähere Informationen zu Tonglen gibt es hier: https://buddhismus-aktuell.de/artikel/ausgaben/20152/mit-dem-herzen-atmen.html.

Warum wird die Übung hier als Mittagsmeditation bezeichnet?

Weil Du diese Übung zusammen mit anderen unabhängig von euren Aufenthaltsorten im Raum und auch in der Zeit machen und Dich auf diese Weise mit anderen Praktizierenden verbinden kannst. Die jeweiligen Zeitzonen spielen dabei keine Rolle, da es hier um das Wissen der Verbindung mit anderen Praktizierenden geht, mit denen Du eine Gemeinschaft bildest. Die Tatsache, dass im Westen so ziemlich jeder eine Mittagspause macht, wurde hier zur Grundlage der Meditation genommen. Letztendlich ist es also völlig egal, ob Du diese Übung am Morgen oder auch Abend machst. Hauptsache, Du machst sie oder irgendeine andere und Dir angenehme Meditation.

Und nun viel Spaß mit der Mittagsmeditation.

Solltest Du Fragen zur Übung haben oder möchtest eigene Erfahrungen mit anderen teilen, so kannst Du hier einen entsprechenden Kommentar hinterlassen.

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